Bei bundesweiten Kongress für Entrepreneurship Education 2026 auf der IdeenExpo in Hannover hat das niedersächsische Kultusministerium – vertreten durch Silke Feser – Einblicke in eine umfassende, strategische Landesinitiative gegeben. Der sehr persönliche und ermutigende Videogruß sowie der dort vorgestellte 8-Punkte-Plan für Schulen bieten wertvolle Impulse, die perfekt zur Vision der ALMSE-Akademie passen, unternehmerisches Denken und Handeln als feste Säule in die bayerische Bildungslandschaft zu tragen.
Warum das Thema auch für Bayern drängt
Die zentrale Frage, die Silke Feser in ihrer Ansprache aufwarf, trifft den Kern jeder zukunftsorientierten Schulentwicklung: „Wie werden Schülerinnen und Schüler zu Möglichmacherinnen und Möglichmachern?“ Oft begegnet man noch immer Skepsis, wenn es darum geht, unternehmerisches Denken in den schulischen Alltag zu integrieren – nach dem Motto: „Gehört das überhaupt an die Schule? Ist das nicht erst viel später wichtig?“
Doch die Realität zeigt längst das Gegenteil. Wer junge Menschen in geschützten, aber realen Lernräumen – wie etwa in Schülerfirmen oder bei praxisnahen Projekten – Erfahrungen sammeln lässt, bereitet sie auf die echten Herausforderungen des Lebens vor. Ob es darum geht, mit Verantwortung umzugehen, Kunden zu überzeugen oder aus Fehlern zu lernen, wenn eine Idee scheitert: Das sind Kompetenzen, die kein Schulbuch allein vermitteln kann.
Die 8 Punkte der niedersächsischen Strategie – Ein Kompass für die Zukunft
Besonders bemerkenswert ist, dass hier erstmals ein Ministerium eine klare, ganzheitliche Strategie vorstellt, die exakt die Leitlinien berührt, für die wir uns mit der ALMSE-Akademie starkmachen:
- Flächendeckende Verankerung: Entrepreneurship Education darf kein Zufallsprodukt oder isoliertes Einzelprojekt sein, sondern muss systematisch über alle Schulformen hinweg etabliert werden.
- Querschnittsaufgabe statt Nische: Wirtschaftliches und unternehmerisches Denken gehört raus aus dem reinen Wirtschaftsunterricht und hinein in alle Fächer – von Informatik über Mathematik bis hin zu den Gesellschaftslehren.
- Zukunftsfähigkeiten im KI-Zeitalter: Künstliche Intelligenz verändert die Arbeitswelt rasant. Umso wichtiger sind Kreativität, Eigeninitiative, Problemlösefähigkeit und Verantwortungsbewusstsein.
- Berufliche Orientierung als Haltung: Es geht nicht nur um konkrete Gründungen, sondern um eine fundamentale Haltung (Mindset), mutig neue Wege im Berufsleben zu beschreiten.
- Intrapreneurship: Auch innerhalb bestehender Organisationen und Unternehmen etwas zu bewegen und Innovationen zu treiben, muss erlebbar gemacht werden.
- Stärkung der Lehrkräfte: Lehrkräfte sind das Rückgrat der Umsetzung. Nur durch gezielte Aus- und Fortbildung können sie das Thema sicher in die Schulen tragen.
- Vielfalt und Inklusion: Andersartiges Denken und Inselbegabungen (z. B. im Bereich Neurodiversität) müssen als echte Stärke begriffen und genutzt werden.
- Female Entrepreneurship: Strukturellen Ungleichgewichten – wie geringen Gründerinnenquoten und minimalem Risikokapital – muss bereits am Anfang der Bildungsbiografie entgegengewirkt werden. Gründen ist keine Frage des Geschlechts, sondern des Muts und Gestaltungswillens.
Unser Fazit für Bayern
Der ermutigende Gruß aus dem niedersächsischen Ministerium zeigt: Der Aufbruch hat bundesweit begonnen. Auch in Bayern brauchen wir diesen Rückenwind. Wenn wir wollen, dass junge Menschen erfahren, dass Zukunft nicht einfach passiert, sondern aktiv gestaltet werden kann, müssen wir Schule als echten Lebensraum öffnen.
Die ALMSE-Akademie arbeitet genau daran: Alltagskompetenzen und Lebensökonomie durch Social Entrepreneurship Education zu stärken – damit unsere Schülerinnen und Schüler zu den Möglichmachern von morgen werden.