Hast du heute schon die Welt verändert? Was wie eine provokante Frage klingt, ist an der Realschule Geretsried (RSGER) gelebte Realität. Die Krämmel Stiftung ermöglichte in Kooperation mit der ALMSE-Akademie den Schülerinnen und Schüler die Erfahrung, dass Unternehmertum und soziale Verantwortung perfekt zusammenpassen.

Scheckübergabe: Reinhold Krämmel (vorne, 2. v. r.) verteilte die Geldbeträge der Stiftung an die dankbaren Empfänger. © Peter Herrmann
Doch wie wird aus einer vagen Idee eigentlich ein preisgekröntes Konzept? Wir nehmen euch mit durch den gesamten Prozess – eine Reise in vier entscheidenden Etappen.
Etappe 1: Der Funke springt über – Pädagogischer Tag an der RSGER
Alles begann mit einem Impuls für das Kollegium. Beim Pädagogischen Tag stellte die ALMSE-Akademie das Konzept der Social Entrepreneurship Education (SEE) vor. Das Ziel: Die Ergänzung theoretischer Lerninhalte durch praxisorientierte Projektarbeit, die das Selbstvertrauen der Lernenden stärkt.
Lehrkräfte erfuhren hier, wie man junge Menschen zu „Zukunftsmachern“ ausbildet. Es geht nicht nur um Wirtschaft, sondern um die 17 Nachhaltigkeitsziele der UN und die Frage: „Welches Problem in der Welt willst DU lösen?“ Mit diesem Fundament war der Weg frei für die praktische Umsetzung mit den Schülern.
Etappe 2: Das Projekthalbjahr – Wo aus Schülern Gründer werden
Dann wurde es ernst für die 7. bis 10. Jahrgangsstufen. In einem Kurs (Schulhalbjahr) verwandelte sich der Makerspace der Realschule in einen Start-up-Hub. Der Prozess folgte einer klaren Logik:
- Hero-Challenge: Zuerst identifizierten die Jugendlichen ihre eigenen Stärken.
- Ideenfindung: Basierend auf den Sustainable Development Goals (SDGs) entwickelten sie Lösungen für ökologische und soziale Probleme.
- Business-Check: Mit Tools wie dem Social Business Model Canvas lernten sie, wie sich eine Idee auch finanziell tragen kann.
- Prototyping & Pitch: Es wurde gebastelt, verworfen und neu geplant, bis am Ende ein fertiger Businessplan und ein überzeugender Elevator Pitch standen.
Etappe 3: Der Businesstag – Bühne frei für die Innovationen
Der theoretische Rahmen war gesetzt, nun folgte der Härtetest in der Realität. Beim Businesstag an der RSGER präsentierten die jungen Gründer ihre Konzepte einer fachkundigen Jury und regionalen Wirtschaftspartnern.
Ob nachhaltige Alltagshilfen oder innovative Umweltprojekte – die Qualität der Ideen beeindruckte lokale Unterstützer wie die Krämmel Stiftung sehr. Hier wurde deutlich: Das neu eingeführte Wahlfach „Social Entrepreneurship“ trägt Früchte und schlägt eine Brücke zwischen Schule und lokaler Wirtschaft.
Etappe 4: Der große Erfolg – Auf dem Weg nach Albanien
Der Höhepunkt dieser Reise führte die engagiertesten Teams weit über die Grenzen Bayerns hinaus. Dank der großzügigen Unterstützung durch die Krämmel-Stiftung, die das Projekt als wertvollen Beitrag zur beruflichen Bildung fördert, wurde die Teilnahme am European YouthStart Award in Albanien möglich.
Dort präsentierten unsere Schüler ihre Konzepte auf internationaler Ebene und traten in den Austausch mit den besten Nachwuchsgründern Europas. Dies unterstreicht den Anspruch der ALMSE-Akademie, über die reine Wissensvermittlung hinaus junge Menschen zur aktiven Gestaltung ihrer Zukunft zu befähigen
Fazit: Mehr als nur Schule
Der Prozess an der RSGER zeigt eindrucksvoll: Wenn man Jugendlichen die richtigen Werkzeuge – Design Thinking, wirtschaftliches Know-how und Vertrauen – an die Hand gibt, entstehen Lösungen, die die Welt ein Stück besser machen.
Wir sind stolz auf unsere „Zukunftsmacher“ und freuen uns auf viele weitere Generationen von Schülern, die mutig sagen: „Ja, ich habe heute die Welt verändert!“
*** Möchten Sie mehr über die Methoden der ALMSE-Akademie erfahren oder Social Entrepreneurship an Ihre Schule bringen? Kontaktieren Sie uns!