Magdalenas Firma

Mein Name ist Magdalena Adinolfi. Ich bin heute 27 Jahre alt und durfte vor knapp 10 ½ Jahren damals am 1. NFTE-Projekt – dem Businessplan-Wettbewerb an der Pauline-Thoma-Schule teilnehmen. Leicht war das für mich nicht, da ich nicht zu den Schülern gehörte, die sehr „lerngesegnet“ waren. Als dann unsere Lehrerin, die „liebe“ Frau Susanna Klein mit der Idee „eine eigene Firma“ auf die Beine zu stellen um die Ecke kam, hatte ich erstmal Angst um meinen Abschluss und auch um meine Freizeit. Schließlich hat man als Schüler nicht viel Freizeit *grins* und vor allem hatten wir zu Beginn des Schuljahres schon mit Klassenkamerad*innen die Schülerfirma „PresenTeenS“ mit dem Programm JUNIOR der IW Köln gegründet! Aber nachdem ich für alles was neu ist, immer zu begeistern bin, musste ich das natürlich auch testen.

Ich habe mich damals für „Maggy´s“ einen Catering-Service entschieden. Warum? Das ist eine gute Frage – aber ich liebe es bis heute Veranstaltungen zu organisieren und um ehrlich zu sein: Eine Veranstaltung ohne gutes Essen ist für mich nur ein Meeting. Mein Fokus lag am Anfang erst einmal beim perfekten Essen. Bis ich festgestellt haben, es ist mehr als nur das! Einen Businessplan zu schreiben, sich mit dem Budget auseinander zu setzen, sich mit Personen aus der Wirtschaft zu treffen und das Projekt schriftlich in einer Mappe zu dokumentieren – da raucht der Kopf einer 16 ½-Jährigen.

Aber aufgeben war nicht drin. Meine Tage endeten teilweise um 17 Uhr, heute muss ich drüber lachen, aber ich war schließlich Schülerin. Für den ersten Platz hat es damals nicht gereicht. Aber es hat dafür gereicht, um mir selbst das Gefühl zu geben ich kann etwas, ich bin jemand. Mich an Herausforderungen zu wagen die mehr als die Matheschulaufgabe ist, wie z. B. mich vor fremden Menschen vorzustellen, war eine dieser Herausforderungen. Bei erfahren Businessleuten meine Idee vorzustellen, auch wenn diese vorgewarnt waren und sie sicher sehr einfühlsam waren – aber in diesem Alter war das absoluter Nervenkitzel!

Ich war absolut keine Einser-Schülerin und ich glaube, meine Eltern sind mit mir teilweise durch die Hölle gegangen. Gerade deswegen war dieses Projekt genau das richtige für mich. Heute bin ich selbst als Jurorin in der Pauline-Thoma-Schule und unterstütze genau diese Schüler*innen. In der heutigen Gesellschaft müssen wir uns extrem beweisen, wir werden gemessen an einer Note und wenn diese nicht stimmt so haben wir schlechte Karten. Wie soll hier die Motivation von 15 – 16-jährigen Mädchen oder Jungen aufrecht gehalten werden?

Dieses Projekt fördert genau das, die Schüler und Schülerinnen dürfen sich mit dem schmücken in dem sie gut sind – und wenn wir mal alle ehrlich sind, fühlt sich das doch in jedem Alter am besten an. Ich bin jedes Jahr wieder überrascht, wie kreativ diese „Kinder“ sind, wie diese Augen dabei glitzern und mit welchem Stolz sie hinter ihrer eigener „Firma“ stehen. Dieses wunderbare Projekt breitet dich vor, auf Herausforderungen, auf ungeplante Hindernisse, auf die ersten Schritte in die Wirtschaft und das wichtigste es stärkt enorm das Selbstbewusstsein.

Nach meinem bestanden Abschluss führte mein Weg damals in die Fitnessbranche, wo ich meine Ausbildung zur Fitnesskauffrau absolvierte. Kurz danach machte ich mit dem Fachwirt weiter und arbeitete mich zu einer Leitenden Position hoch. Heute bin ich bei einer renommierten, familiengeführten Münchner Sportmarke im Vertrieb tätig. Hier vertrete ich die Marke auf Messen und betreue einen großen Teil des Sponsoring-Bereiches im Langlauf Sport. Es wäre gelogen, wenn ich sagen – all das habe ich dem Projekt NFTE zu verdanken, aber es hat mich stärker gemacht und mich sicher zu vielem gebracht, was ich bis heute geschafft habe. Den Ehrgeiz und das Sprechen vor Menschen habe ich auf jeden Fall in dieser Zeit gelernt, aber auch viele andere Dinge. Susanna Klein hat vor über 10 Jahren genau dieses Potenzial in uns gesehen und dafür bin ich sehr dankbar. Umso mehr freut es mich, dass Sie weiter daran festhält und an die Schüler und Schülerinnen glaubt. Darum bin ich sehr froh bis heute noch meinen Beitrag dazu zu leisten.

Magdalena Adinolfi (Abschlussklasse 2009/2010 Pauline-Thoma-Schule Kolbermoor)

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